Briefmarkensammlerverein Berliner Bär e.V. in Berlin
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Die Technik verschiedener Druckverfahren *

 
 
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* Technische Nachhilfe durch die Bundesdruckerei

Rastertiefdruck

Die druckenden Elemente werden in den Druckzylinder in Form von kleinen Näpfchen, die flächengleich, aber unterschiedlich tief sind, eingeätzt. Da der Druckzylinder in einer Farbwanne rotiert, gelangt die dünnflüssige Druckfarbe in die Näpfchen. Überschüssige Druckfarbe, die sich auf den später nicht druckenden Elementen des Zylinders befindet, wird durch ein Rakelmesser entfernt. Die Druckfarbe wird direkt aus den gefüllten Näpfchen an das Papier abgegeben, wobei sich je nach Tiefe der Druckelemente eine unterschiedliche Farbkraft ergibt.

Das Druckverfahren des Rastertiefdrucks (Druckprinzip)

Das Rastertiefdruckverfahren kam erstmals 1965 beim Druck von Sondermarken zur Verkehrsaussteliung in München zur Anwendung. Es zeichnet sich in der Abbildungsqualität durch folgende Merkmale aus:

Farben können vom hellsten bis zum dunkelsten Ton übergangslos wiedergegeben werden.

Die Drucke sind sehr farbintensiv. Andere Druckverfahren benötigen zur Erreichung der gleichen Intensität eines Vierfarbenrastertiefdrucks teilweise fünf oder sechs Farben. Schriftzeichen sind wegen der Rasterung des Druckbildes nicht konturenscharf.

Briefmarke im Rastertiefdruck-Verfahren

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Offsetdruck (Flachdruck)

Der Vorläufer dieses Verfahrens ist der Steindruck (s. Druckprinzip). Die Druckform zeichnet sich dadurch aus, daß die druckenden und die nicht druckenden Elemente in einer Ebene liegen. Die Elemente, die drucken sollen, sind so präpariert, daß sie Fett (= Druckfarbe) annehmen. Die nicht druckenden Teile sind dagegen fettabstoßend (= wasserfreundlich).

Das Druckverfahren des Offsetdrucks (Druckprinzip)

Beim Offset wird die Druckfarbe von den druckenden Elementen der Druckform zunächst auf einen Gummituchzylinder übertragen (daher »off set«) und erst von dort an das Papier abgegeben. Man bezeichnet die Fertigungstechnik aus diesem Grunde auch als sog. »indirektes Druckverfahren«, da das zu bedruckende Papier nicht direkt mit der Druckform in Berührung kommt.

In der Bundesdruckerei können zur Zeit bis zu vier Farben in einer Druckmaschine hintereinander gedruckt werden. Für viele Briefmarkenmotive werden sechs und mehr Farben benötigt, so daß zwei Durchgänge durch die Druckmaschine erforderlich sind. Während Rollenoffsetmaschinen die Herstellung von fertigen Markenbogen einschließlich Perforation in einem Arbeitsgang zulassen, müssen die auf Bogenmaschinen hergestellten Druckbogen nach dem Trocknungsprozeß zur Zeit noch gesondert perforiert und beschnitten werden.

Briefmarke im Offsetdruck-Verfahren

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Stichtiefdruck

Der Stichtiefdruck ist verwandt mit den künstlerischen Techniken Kupferstich sowie Radierung und gehört damit zu den edelsten Druckverfahren. Briefmarken, die im Stichtiefdruck hergestellt wurden, zeichnen sich durch sehrfeine Linienführung und scharfe Konturen im Mar­kenbild aus. Auch der Laie kann dieses Verfahren leicht erkennen, indem er das Farbrelief auf dem Briefmarkenpapier fühlt. Der starke Farbauftrag resultiert aus dem Prinzip dieser Fertigungstechnik:

Pastenartige Druckfarbe wird aus Vertiefungen in der Stichtiefdruckform an das Papier abgegeben.

Das Druckverfahren des Stichtiefdrucksdrucks (Druckprinzip)

Das Druckverfahren des Offsetdrucks (Druckprinzip)

Im Gegensatz zum Rastertiefdruckverfahren sind die druckenden Elemente beim Stichtiefdruckflächen- und tiefenvariabel. Das Einfärben der Druckform wird über Farbauftragswalzen geregelt und die überschüssige Druckfarbe nicht wie beim Rastertiefdruck abgerakelt, sondern durch eine gegenläufige Papierbahn abgewischt.

Briefmarke im Stichtiefdruck-Verfahren

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Indirekter Hochdruck (Letterset)

Die Anfänge des indirekten Hochdrucks liegen im Buchdruck begründet, dem ältesten Verfahren zur Herstellung deutscher Briefmarken, das aber nicht mehr angewendet wird. Bei dieser Fertigungstechnik liegen die druckenden Elemente der Druckform erhaben, die nicht druckenden Teile dagegen vertieft. Das Schriftbild ist seitenverkehrt. Auf die druckenden Teile wird die Druckfarbe mit Farbwalzen übertragen und von dort direkt an das Papier abgegeben.

Das Druckverfahren des Letterset (Druckprinzip)

Beim indirekten Hochdruck wird nicht direkt von der Druckform auf das Papier gedruckt: Die Hochdruck-Platte druckt auf einen mit einem Gummituch bespannten Zylinder. Von dort wird das Druckmotiv auf das Papier übertragen. Das Schriftbild der Druckplatte muß seitenrichtig sein. Dieser Übertragungsvorgang ist im Offsetverfahren üblich.

Mit diesem Druckverfahren lassen sich z. B. sehr rauhe Papiere besser als im direkten Druck verarbeiten. Das Schriftbild der Druckplatte wird geschont. Die Notwendigkeit der im direkten Hochdruck manuell auszugleichenden Höhenunterschiede der erhabenen Druckelemente entfällt, weil der Aufdruck zunächst auf das flexible Gummituch und danach erst auf das Papier erfolgt.

Briefmarke im Letterset-Druckverfahren

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aktualisiert am: 24.05.2018